Charité – Aufbruch und Entscheidung

Zeiten des Wandels, Zeiten der Entscheidung

Berlin, 1903: Rahel Hirsch ist eine leidenschaftliche Forscherin, die für die Medizin lebt. Als eine der ersten Ärztinnen fängt sie an der Charité an. Doch unter den männlichen Kollegen ist sie nach wie vor eine absolute Ausnahme. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt des Kaiserreichs noch weit entfernt. Das erlebt auch die junge Arbeiterin Barbara täglich. Sie schuftet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erfahren, was es bedeutet, wenn Männer Frauen als Besitz betrachten.

Ungleicher könnten die beiden Frauen nicht sein, und doch werden sie zu Freundinnen. Während Rahel sich gegen Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in einen jungen Fliegerpionier verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an, kämpft für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und verändert nicht nur die Leben von Barbara und Rahel für immer …

 

Die Charité – Geschichten von Leben und Tod, von Aufbruch und Entscheidung im wohl berühmtesten Krankenhaus Deutschlands.

„Schwester? Ich glaube, wir hatten noch nicht das Vergnügen. Würden Sie mir bitte etwas anderes zu trinken bringen als diesen widerlichen Tee?“

Rahel zögerte. Wie immer, wenn jemand eine Bitte an sie richtete, fiel es ihr schwer, diese abzulehnen, doch sie ahnte, dass wenn sie auch nur ein Mal eine Aufgabe der Pflegekräfte übernahm, die anderen Assistenzärzte sie niemals als gleichwertig anerkennen würden. Bedauernd schüttelte sie den Kopf.

„Ich werde einer der Schwestern Bescheid geben, Herr Frankl, aber geben Sie sich nicht zu großen Hoffnungen hin. Im Moment dürfen Sie weder mit Bier noch mit Wein rechnen. Mein Name ist übrigens Hirsch. Doktor Hirsch!“ Sie streckte ihre Hand aus.

Michael Frankl stützte sich auf seinen linken Ellenbogen und reichte ihr die Rechte, die fiebrig heiß und trocken war. Seine Finger waren mit Schwielen bedeckt und um seine abgebrochenen Fingernägel hatte sich eine dunkle Substanz tief in alle Furchen gegraben. Seine Arme waren muskulös und sprachen davon, dass er körperlich zuzupacken verstand. Doch passten der moderne Haarschnitt und der sorgsam gestutzte Bart zum Aussehen eines Fabrikarbeiters?

„Doktor Hirsch? Ah, dann sind Sie das Fräulein Doktor, von dem ich schon so viel gehört habe. Sie scheinen die Attraktion der II. Medizinischen Klinik zu sein. Es freut mich, dass ich Sie kennenlernen darf.“

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Die Geschichte der Charité geht weiter. Nach dem Bestseller „Hoffnung und Schicksal“ erzählt Ulrike Schweikert ein weiteres spannendes Kapitel aus der Welt des berühmten Krankenhauses. Im Berlin der ausgehenden Kaiserzeit kämpfen zwei Frauen um ihr Glück und für die Rechte von Frauen. Rahel Hirsch ist eine der ersten Ärztinnen, die an der Charité praktizieren. Doch als Frau unter lauter männlichen Kollegen hat sie es nicht leicht. Von Gleichberechtigung ist man selbst in der sonst so fortschrittlichen Hauptstadt noch weit entfernt. Das erlebt auch die junge Arbeiterin Barbara täglich. Sie schuftet in der Wäscherei der Charité und muss immer wieder erfahren, was es bedeutet, wenn Männer Frauen als Besitz betrachten.

Ungleicher könnten die beiden Frauen nicht sein, und doch werden sie zu Freundinnen. Während Rahel sich gegen Widerstände in der Charité durchsetzen muss und sich in den jungen Fliegerpionier Michael verliebt, schließt sich Barbara der Frauenbewegung an, kämpft für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Doch dann bricht der 1. Weltkrieg aus und verändert nicht nur die Leben von Barbara und Rahel für immer …

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